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Qualität vor Quantität im Ausdauertraining?

2005, nach der Auswertung von Trainingsprotokollen junger Radsport-Nationalfahrer beging ich einen folgenschweren Fehler. In einigen Publikationen zum Thema Intensität im Radsport und Triathlon diskutierte ich die Ergebnisse aus einem DOSB-Projekt immer wieder im Hinblick auf die Trainingsqualität. Dabei habe ich in einigen Texten immer wieder die Qualität im Training mit der Intensität gleichgesetzt. Viele Trainer begreifen die Thematik ähnlich und immer wieder lese ich Aussagen, die meinen Interpretationen von damals sehr ähneln. Es wird mehr "Qualität" im Training gefordert. 

Das alleinige Sammeln von "umfangen" wird dabei oft mit den Begriffen "Junk-Miles" gering geschätzt. Der Fehler dabei ist jedoch, die Intensität mit der Qualität des Trainings gleichzusetzen, denn nur weil jemand die Umfänge "reduziert" und dafür "härter trainiert" kann nicht bedeuten, dass die Qualität des Trainings dadurch steigt. 

Zuerst muss ja einmal die Frage geklärt werden, über wen wir denn überhaupt sprechen? Einen Triathleten? Wenn ja, welche Distanzen sind den sein Ziel? Sprint- oder vielleicht die Langdistanz? Ähnliches gilt für den Radsportler: Straßenradsportler können vom Sprinter bis zum Bergfahrer ganz unterschiedliche Typen sein. Auch die Zielstellungen unterscheiden sich: Während die Mitglieder vom Radclub "Guilty 76" den Spaß am Radeln in den Vordergrund stellen, sind andere Fahrer vielleicht eher Ergebnisorientiert im Freizeit- oder Leistungssport unterwegs. 

 

HIT-Hype

In den letzten Jahren gab es einen regelrechten Hype um Hochintensives Intervalltraining (HIT) und die so genannte "Qualität" im Training. Was viele dabei übersehen ist, dass hartes Training und Intervalle nicht erst seit gestern wichtige Trainingsmittel sind. Zugleich gibt es jedoch zunehmend Hinweise, dass ein zu hartes Training mit zu vielen Anteilen im hochintensiven Bereich zu Leistungseinbrüchen, Übermüdung bis hin zu UUPS (Unexplained Under Performance Syndrome) führen kann. 

 

Trainingsqualität darf nicht mit Intensität gleichgesetzt werden, sondern muss vielmehr das intelligente Zusammenstellen des Gesamtbildes "Ausdauertraining" mit all seinen Facetten und Anforderungen berücksichtigen. 

 

Mehr dazu lest Ihr in einem Beitrag, den ich für die Zeitschrift Triathlon Training verfasst habe. In diesem habe ich mein ursprüngliches Verständnis von Qualität und Intensität zum ersten Mal öffentlich hinterfragt. 


Viel Spaß beim Lesen und #trainiereschlau

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Qualität in Triathlon und Radsport neu g
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