Der Sport lebt von der Trainingspraxis und dem Erleben des eigenen Körpers. 

Mir dieser Seite möchte ich versuchen den mündigen Athleten zu informieren, Trainern eine Quelle für neue Ideen und Ansätze zu geben und einfach den einen oder anderen spannenden Beitrag zu veröffentlichen. Hier kommt der Spruch "Sieg ist auf dem Platz" zu seinem Recht, denn jede Traininingsmethode oder Labordiagnostik muss eben auch in der Praxis zeigen, dass sie wirkt und das sie einen Effekt hat. 

Triathlon Trainer: Prinzipien, die Ihr Trainer in der Zusammenarbeit mit Ihnen befolgen sollte

Der Triathlon begeistert mittlerweile sehr viele Menschen. Das liegt sicher auch an der Faszination, die der Ausdauer-Dreikampf in seiner „extremen“ Variante „Langdistanz“ weckt. Allerdings sind auchkleine Veranstaltungen wie Volkstriathlons und gemeinsame Events, bei denen mehrere Freunde gemeinsam in der Summe eine Langdistanz bilden sehr gut besucht. 

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Superkompensation: ein Modell auf dem Prüfstand

Triathlon Training Ironman Frankfurt Ausdauer Training optimieren
Der Ironman in Frankfurt: gut vorbereitet von einem Trainer ist das A & O (www.sisu-training.de)

Nahezu jeder Trainer wird im Laufe seiner Ausbildung schon einmal damit in Kontakt gekommen sein: dem Superkompensationsmodell. Mit diesem versucht man darzustellen, wie Anpassungen an ein Training funktionieren: nach einer Phase der reduzierten Leistung (Ermüdung) erholt sich der Körper und die Leistungsfähigkeit steigt an (Trainingseffekt). Zurückzuführen ist dieses Modell auf Arbeiten, die sich mit Anpassungen der Konzentration von bestimmen Enzymen im Kohlenhydratstoffwechsel von Ratten beschäftigten. Übertragen wurden die Darstellungen dann im Nachgang auf viele unterschiedliche Anpassungsprozesse, wie eben auch dem sportlichen Training. Doch kann eine derartige Vereinfachung die Wirklichkeit beschreiben und wiedergeben? 

Im Jahr 2009 habe ich das Superkompensationsmodell für die Zeitschrift "Sport und Training aktuell" diskutiert. Dabei muss man immer wieder auf 2 Aspekte hinweisen: auch wenn das Modell sicher viel zu stark verkürzt, kann es helfen insbesondere "Nicht-Sportwissenschaftler" an Trainingsanpassungen heranzuführen. Andererseits muss man sich jedoch auch der Grenzen dieses Modells bewusst sein, denn die Interaktion verschiedener Trainingsmethoden oder auch die unterschiedlichen zeitlichen "Lags" von Anpassungen führen eben dazu, dass das klassische Superkompensationsmodell in der Realität der Trainingsplanung eingeordnet werden muss. Trainer müssen eben grundlegend immer in der Lage sein, Aussagen und Meinungen zu hinterfragen. Das ist der Grund, warum ich diesen Text hier noch einmal zum Download präsentiere: er soll helfen, den Mut zu finden, Themen auch einmal "Querzudenken". Viel Spaß beim Lesen. 

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Detox als Marketinggag: Schlacke gibt es nicht!

Basen, Fasten, Entgiften und Detox: kaum ein Tag vergeht, in dem nicht neue Wunderdiäten oder -mittel angepriesen werden, mit deren Hilfe Sie Ihren Körper zu neuer Leistungsfähigkeit bringen können sollen. Da wird von Giften und Schlacken gesprochen, die sich ablagern sollen und immer wieder liest man vom Darm, der mit einem "Ofenrohr" oder "Kamin" verglichen wird. Diese Gifte und vermeintliche Schäden wollen dann "Heilpraktiker" und andere "Heilsversprechen" aus dem Körper treiben. Dabei muss man festhalten, dass eben nicht alles was hinkt auch ein Vergleich ist. Gerade aus der esoterischen Ecke liest und hört man von Wunderbehandlungen, die Ihnen jegliche Müdigkeit vertreiben und Fitness und Wohlbefinden versprechen. Verknüpft wird dies natürlich mit nicht gerade kostengünstigen Tees, Pülverchen, Spezialvitaminen und Anwendungen deren größte Wirkung das Generieren von Umsatz für den Verkäufer darstellt. 


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Menstruation und Training: Zyklusgesteuert trainieren?

Der Zyklus der Frau beinhaltet hormonelle Veränderungen. Damit einhergehen auch Veränderungen in den vorherrschenden Stoffwechselsituationen, die von "anabol" (aufbauend) bis "katabol" abbauend reichen. Wer sich mit den Wirkungen von Hormonen beschäftigt, stellt fest, dass diese weitreichende Wirkungen auf den Gemütszustand aber eben auch auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben können. Um so wichtiger ist es, dass Trainerinnen und Trainer sich mit den biologischen und physiologischen Hintergründen auseinandersetzen. Dabei geht es einmal darum, dass Trainerinnen und Trainer lernen müssen Verständnis für das Thema zu entwickeln und gleichzeitig ihren Sportlerinnen richtige und wichtige Fragen zu stellen. Menstruation , Zyklus und Ausdauertraining: im Triathlon, Laufen und Radsport können sich viele Fragestellungen ergeben. Als kompetente Ansprechpartnerin kann ich dazu Dr. Susanne Weber aus Heidelberg empfehlen, die als Gynäkologin und Triathletin die richtigen Fragen stellt. 

Trainer und Trainerinnen müssen gerade bei diesem Thema lernen auf ihre Sportlerinnen und ihr Befinden zu hören und ihnen die richtigen Fragen zu stellen. Allerdings ist rund um dieses Thema auch noch vieles offen und es besteht weiterhin sehr großer Forschungsbedarf. 

 

In einem Beitrag für die Zeitschrift Trainingsworld habe ich das Thema "Menstruationszyklusgesteuertes Ausdauertraining - eine Leistungsreserve für Frauen" geschrieben. Ich freue mich über Rückmeldungen und wünsche viel Spaß beim Lesen. Die Datei habe ich unter diesem Foto als pdf bereit gestellt. 

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Lauftechnik, Pose Methode und optimales Lauftraining

Zur Lauftechnik gibt es viele verschiedene Ansätze. Doch in der Praxis sieht man immer wieder, dass doch verschiedene Laufstile erfolgreiche Läufer mit schnellen Zeiten ins Ziel bringen. Insbesondere bei internationalen Marathonläufen sieht man immer wieder afrikanische Läufer, die mit "Heel-Strike" über die Ferse Rennen bestimmen. Verfechter eines "natürlichen" Laufstils propagieren eher einen Mittelfuß-Aufsatz. Mit der Pose-Methode gibt es einen etwas anderen Ansatz, den man auch bei dem einen oder anderen Spitzenläufer sehen kann. Jetzt erscheint das Buch des Protagonisten dieses Laufstils bzw. dieser Lauftechnik Dr. Romanov. In den nächsten Wochen werde ich dazu hier dazu einen Diskussionsbeitrag veröffentlichen. Klar ist, dass die Trainingspraxis zeigt, dass "Form" vor "Lauftechnik" kommt. Dennoch kommt der Technik bzw. dem Laufstil eine große Bedeutung vor. Dabei ist die erste Frage, was denn genau eine Lauftechnik und was der Laufstil ist. Je tiefer man in die Materie einsteigt und je mehr man sich mit unterschiedlichen Empfehlungen auseinandersetzt, desto mehr stößt man auf Theorien, die zum Teil fast dogmatisch verteidigt werden, währen die Laufelite zeigt, dass man mit den unterschiedlichsten, biomechanisch ungünstigen und komischsten Laufstilen auch Rennen gewinnen kann...

Wer schon jetzt Fragen oder Ideen dazu hat, kann hier gerne einen Kommentar hinterlassen oder diesen Beitrag teilen.  


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Wie wird Training funktionell?

Diese Frage stellt sich jedem Trainer, der sich mit  Kraft- und Athletiktraining in einer bestimmten Sportart auseinandersetzt. Im Magazin Medium habe ich mich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Gerade bei dieser Frage zeigt sich, wie sehr doch auch die Wissensvermittlung an Trainer und Sportler mittlerweile zu einem wahren Dschungel wird. Im Rahmen der Trainerausbildung fällt einem immer wieder auf, wie weit doch die Meinungen und Erfahrungen zum Athletiktraining auseinander gehen. 

 

Mitunter ist es kaum noch auszuhalten, was man auf Facebook, YouTube und Instagram als sogenanntes "Athletiktraining" vorgeturnt bekommt. Sofern man sich etwas mit der Physiologie und der Trainingswissenschaft auskennt, macht einem das ganz schöne schwere Bauchschmerzen, was so mancher Experte im Netz anpreist. Sehr spannend ist, dass oft direkt argumentiert wird, das diese "neuen" Methoden "wissenschaftlich belegt" seien. Leider wird sehr oft weder eine Quelle noch sonst eine Information angegeben, so dass die neuen, tollen Erkenntnisse im dunklen bleiben. Zur Frage, was eigentlich ein "funktionelles Training" ist und wie genau Training funktionell wird, habe ich mir Gedanken gemacht und den Artikel auf der Plattform "Medium" veröffentlicht. 

 

https://medium.com/@dennissandig/was-macht-funktionelles-training-eigentlich-funktionell-37ee9bfbfd37

 

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Qualität vor Quantität im Ausdauertraining?

2005, nach der Auswertung von Trainingsprotokollen junger Radsport-Nationalfahrer beging ich einen folgenschweren Fehler. In einigen Publikationen zum Thema Intensität im Radsport und Triathlon diskutierte ich die Ergebnisse aus einem DOSB-Projekt immer wieder im Hinblick auf die Trainingsqualität. Dabei habe ich in einigen Texten immer wieder die Qualität im Training mit der Intensität gleichgesetzt. Viele Trainer begreifen die Thematik ähnlich und immer wieder lese ich Aussagen, die meinen Interpretationen von damals sehr ähneln. Es wird mehr "Qualität" im Training gefordert. 

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Tro Bro Leon - Ein Radrennen mit vielen Gesichtern

Für mich als Trainer ergeben sich durch die Zusammenarbeit mit dem Team Roth aus der Schweiz viele spannende Einblicke, die meine Arbeit als Coach vieler Radsportler derzeit beeinflussen und mir helfen mich weiter zu entwickeln. Eines der einprägsamsten Rennen war dabei in diesem Jahr "Tro Bro Leon", dass am westlichsten Rand des europäischen Festlandes ausgetragen wird. In der Bretagne geht es dabei bei einem Rennen der UCI Kategorie 1.1 um Punkte in der UCI Europe Tour und des "Coupe de France". Das dieses Rennen ein besonderes ist, erkennt man nicht nur daran, dass der Sieger ein lebendes Ferkel gewinnt. Auch die Strecke hat es in sich und bietet alles, was sich das Herz eines Radsportfreundes wünschen kann. Und das Beste vorweg: dieses Rennen gibt es auch in einer Ausgabe für Jedermann & Cyclotouristen! 

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Schneller dank Kaffee-Genuß?

Das sich am Kaffee die Geister scheiden können liegt weniger am Kaffee selbst als vielmehr daran, was so alles als "Kaffee" verkauft und angeboten wird. Seitdem ich im Radsport arbeite, hatte ich immer auch mit Menschen aus Italien zu tun. In Italien kommt der Kaffeekultur eine hohe Bedeutung zu und schon zu Zeiten der Equipe Nürnberger Versicherung amüsierte ich mich köstlich, wenn mein Kollege Roberto Rossi in belgischen Hotels in bestem Italienisch zu erklären versuchte, dass diese schwarze Brühe ganz sicher nicht den Namen "Café" verdient. Eine Tasse Kaffee war für ihn das, was in Deutschland eher als Espresso verstanden wird: frisch gebrüht an einer Siebträgermaschine mit ca. 19 Bar Druck und einer Temperatur um die 75 Grad. Auch beim Team Roth haben wir in unserem Team Bus eine Kaffeemaschine und ergänzend dazu ist unser italienischer Chef-Physis ein Meister in der mobilen Kaffee-Kunst, wenn er seine italienische Rüstung in seiner Kochkanne zubereitet. 

 

Leistung und Kaffee

Das Kaffee nicht allein ein Genußmittel ist, zeigt dass der Wirkstoff Koffein zeitweise auf der Dopingliste zu finden war und als stimulierende Substanz verboten war. Bei den Effekten müssen allerdings unterschiedliche Effekte beachtet werden, die im Ergebnis jeweils leistungssteigernd wirken können. Zum Einen ist da die stimulierende Wirkung des Koffein zu nennen. Es macht "wacher" und hat eine stimulierende Wirkung im "Zentralnervensystem" (ZNS). Außerdem scheint Koffein auch lipolytische Eigenschaften zu haben, so dass eine verbesserte Verfügbarkeit freier Fettsäuren diskutiert wird. Verschiedene Studien konnten für simulierte Zeitfahren oder Ergometertests verbesserte Leistungen nach der Einnahme von Koffein nachweisen. Das beste daran ist, dass oftmals das Koffein aus Kaffee ebenso leistungssteigernd wirkt, wie Koffein in Form von Ampullen (gibt es beispielsweise von Sponser) oder Tabletten.

 

Wasserverlust als Fehlannahme!

Als Gefahr oder Problem bei der Einnahme von Koffein wird nach wie vor angeführt, dass eine erhöhte Flüssigkeitsausscheidung ein Problem darstellt und zu einer Dehydrierung führen könnte. Allerdings zeigen die meisten aktuellen Untersuchungen zu dieser Frage keine erhöhten Flüssigkeitsverluste. Selbst wenn vereinzelt zunächst ein starker Harndrang einsetzen kann, wird im weiteren Zeitverlauf die Urinmenge reduziert, so dass in der Summe nach 24 Stunden nicht mehr Flüssigkeit verloren geht, wie bei Koffein Abstinenz. 

 

Genuss zählt

Beim Rennen gehört für viele Radprofis der Espresso vor dem Start zum festen Ritual - vor allem aber aus Gründen des Genusses, denn die vielen Paninis mit Banane, Frischkäse und andere süßen Snacks machen einfach Lust auf ein Gegengewicht: einen schönen, frisch gebrühten Espresso. 

 

In den nächsten Monaten werde ich zu diesem Thema einige der spannenden Studien vorstellen! 

 

 

 

 

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Die 10 besten Übungen im Athletiktraining für Triathleten und Radsportler

Im Herbst 2015 habe ich einige Vorträge zum Thema Athletiktraining in Radsport und Triathlon gehalten. Dabei war ich in der Trainer-Ausbildung von Sportverbänden ebenso unterwegs wie bei Sportlern und Interessenten vor Ort. Dabei habe ich oft das Thema "Athletiktraining" im Radsport und im Triathlon als Aufhänger genutzt und dann die besten Übungen für Radsport und / oder Triathlon angekündigt. Immer wieder bekomme ich nämlich Anfragen zu den besten Übungen: von Radsport- oder Triathlonzeitschriften, aber auch von Sportverbänden. Ich sage aber aus fester Überzeugung: NEIN - es kann keine Liste von den besten oder effektivsten Übungen geben.

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