Praxis trifft Wissenschaft

Superkompensation: ein Modell auf dem Prüfstand

Triathlon Training Ironman Frankfurt Ausdauer Training optimieren
Der Ironman in Frankfurt: gut vorbereitet von einem Trainer ist das A & O (www.sisu-training.de)

Nahezu jeder Trainer wird im Laufe seiner Ausbildung schon einmal damit in Kontakt gekommen sein: dem Superkompensationsmodell. Mit diesem versucht man darzustellen, wie Anpassungen an ein Training funktionieren: nach einer Phase der reduzierten Leistung (Ermüdung) erholt sich der Körper und die Leistungsfähigkeit steigt an (Trainingseffekt). Zurückzuführen ist dieses Modell auf Arbeiten, die sich mit Anpassungen der Konzentration von bestimmen Enzymen im Kohlenhydratstoffwechsel von Ratten beschäftigten. Übertragen wurden die Darstellungen dann im Nachgang auf viele unterschiedliche Anpassungsprozesse, wie eben auch dem sportlichen Training. Doch kann eine derartige Vereinfachung die Wirklichkeit beschreiben und wiedergeben? 

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Menstruation und Training: Zyklusgesteuert trainieren?

Der Zyklus der Frau beinhaltet hormonelle Veränderungen. Damit einhergehen auch Veränderungen in den vorherrschenden Stoffwechselsituationen, die von "anabol" (aufbauend) bis "katabol" abbauend reichen. Wer sich mit den Wirkungen von Hormonen beschäftigt, stellt fest, dass diese weitreichende Wirkungen auf den Gemütszustand aber eben auch auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben können. Um so wichtiger ist es, dass Trainerinnen und Trainer sich mit den biologischen und physiologischen Hintergründen auseinandersetzen. Dabei geht es einmal darum, dass Trainerinnen und Trainer lernen müssen Verständnis für das Thema zu entwickeln und gleichzeitig ihren Sportlerinnen richtige und wichtige Fragen zu stellen. Menstruation , Zyklus und Ausdauertraining: im Triathlon, Laufen und Radsport können sich viele Fragestellungen ergeben. Als kompetente Ansprechpartnerin kann ich dazu Dr. Susanne Weber aus Heidelberg empfehlen, die als Gynäkologin und Triathletin die richtigen Fragen stellt. 

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Wie wird Training funktionell?

Diese Frage stellt sich jedem Trainer, der sich mit  Kraft- und Athletiktraining in einer bestimmten Sportart auseinandersetzt. Im Magazin Medium habe ich mich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Gerade bei dieser Frage zeigt sich, wie sehr doch auch die Wissensvermittlung an Trainer und Sportler mittlerweile zu einem wahren Dschungel wird. Im Rahmen der Trainerausbildung fällt einem immer wieder auf, wie weit doch die Meinungen und Erfahrungen zum Athletiktraining auseinander gehen. 

 

Mitunter ist es kaum noch auszuhalten, was man auf Facebook, YouTube und Instagram als sogenanntes "Athletiktraining" vorgeturnt bekommt. Sofern man sich etwas mit der Physiologie und der Trainingswissenschaft auskennt, macht einem das ganz schöne schwere Bauchschmerzen, was so mancher Experte im Netz anpreist. Sehr spannend ist, dass oft direkt argumentiert wird, das diese "neuen" Methoden "wissenschaftlich belegt" seien. Leider wird sehr oft weder eine Quelle noch sonst eine Information angegeben, so dass die neuen, tollen Erkenntnisse im dunklen bleiben. Zur Frage, was eigentlich ein "funktionelles Training" ist und wie genau Training funktionell wird, habe ich mir Gedanken gemacht und den Artikel auf der Plattform "Medium" veröffentlicht. 

 

https://medium.com/@dennissandig/was-macht-funktionelles-training-eigentlich-funktionell-37ee9bfbfd37

 

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Qualität vor Quantität im Ausdauertraining?

2005, nach der Auswertung von Trainingsprotokollen junger Radsport-Nationalfahrer beging ich einen folgenschweren Fehler. In einigen Publikationen zum Thema Intensität im Radsport und Triathlon diskutierte ich die Ergebnisse aus einem DOSB-Projekt immer wieder im Hinblick auf die Trainingsqualität. Dabei habe ich in einigen Texten immer wieder die Qualität im Training mit der Intensität gleichgesetzt. Viele Trainer begreifen die Thematik ähnlich und immer wieder lese ich Aussagen, die meinen Interpretationen von damals sehr ähneln. Es wird mehr "Qualität" im Training gefordert. 

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Training mit der Langhantel: Funktionelles Arbeiten im Ausdauersport

Seit Jahren arbeite ich zum Thema Kraft-training im Rad-sport und Kraft-training im Triathlon. Dabei habe ich in den ersten Jahren meiner Trainerlaufbahn immer wieder versucht die Bedeutung des Krafttrainings insbesondere mit der Langhantel herauszustellen. Allerdings stellte ich im Laufe der Zeit auch fest, dass die Umsetzung in der Praxis sich nicht so einfach darstellt, wie gedacht. 

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Hoffnung und Zukunft im Radsport: Talente fördern und fordern!

Vom 20.08. -  27.08. startet die 53. Ausgabe der Tour de l'Avenir. Diese Rundfahrt in Frankreich gilt als "Tour der Hoffnung" für den Nachwuchs und wird im Rahmen des "Nationencups" der UCI für U23 Fahrer ausgetragen. Immer wieder habe ich als Trainer Sportler dort am Start gehabt und auch in diesem Jahr gibt es einen jungen Schweizer, der die Chance bekommt bei diesem Rennen zu starten. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Daten und Auswertungen zum Rennen und kann nur eines sagen: auch Trainer mit Erfahrung lernen jeden Tag dazu. 

 

 

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Windschatten - und wie man ihn taktisch nutzt.

Bei der Türkei-Rundfahrt gab es eine einzigartige Rennsituation. Auf einer Etappe mit sehr windigen Verhältnissen gelang es einer sehr ungewöhnlich zusammengesetzten Fluchtgruppe sich vom Rest des Feldes abzusetzen. 6 Fahrern vom Team Lotto-Soudal um Sprinter Andre "Gorilla" Greipel waren gemeinsam mit 2 Fahrern aus meinem Team Roth auf der Flucht. Dabei nutzten sie die Windkantensituation optimal aus. Für unsere Fahrer Nicola "il Trattore" Toffali und Alberto Checcin war das nicht nur eine großartige Leistung, sondern am Ende des Tages mit Platz 2 auf der Etappe auch noch ein tolles Ergebnis. In dem folgenden Video von Eurosport könnt Ihr Euch ansehen, wie genau das technisch/taktische Glanzstück von Lotto-Soudal aufging. 

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Vermeiden Sie diesen Fehler nach einem Radrennen und Sie erholen sich viel schneller!

Sind die Radprofis völlig von der Rolle? Wer sich im Jahr 2016 die Übertragung der Tour de France auf Eurosport ansieht, wird es sicher bemerkt haben. Kaum ist eine Etappe zu Ende, gehen viele Fahrer kurz in den Team-Bus, ziehen sich ein frisches Trikot an und steigen sofort auf die Rolle. Lockeres Treten steht dann auf dem Plan. Sogar Interviews mit Journalisten werden von der Rolle herab gegeben. Was steckt hinter dieser dieser Beobachtung? Können die Jungs denn gar nicht genug bekommen von ihren Rädern? Wenn sich ein normaler Radfahrer mit ach und krach ins Ziel rettet, steht ihm die Lust nach Liege, Stuhl und einfach nur "ruhig liegen" förmlich ins Gesicht geschrieben. Ein Fehler, wie wir aus vielen Studien zum Thema Regeneration wissen. 

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Functional Training Magazin II

Das Functional Training Magazin ist endlich zurück. Wobei "Magazin" schon fast eine falsche Beschreibung dessen ist, was Euch erwartet. Die erste Ausgabe nach dem Re-Launch umfasst mehr als 100 Seiten. Nachdem in den letzten Jahren das Magazin als Online-Webmagazin Beachtung in den Fachkreisen fand, ist nun wieder ein physisches Heft erschienen. Das Blättern und Markieren mit einem Textmarker ist eben doch eine sehr angenehme Weise, sich mit den Inhalten rund um Functional Training und Program Design zu beschäftigen. Man mag mich altmodisch finden, aber ich lese doch nach wie vor sehr gerne gedruckte Hefte. Wer elektronische Ausgaben bevorzugt, kann sich das "Functional Training Magazin" aber auch auf seinen Kindle oder ein iPad laden. 

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Schneller dank Kaffee-Genuß?

Das sich am Kaffee die Geister scheiden können liegt weniger am Kaffee selbst als vielmehr daran, was so alles als "Kaffee" verkauft und angeboten wird. Seitdem ich im Radsport arbeite, hatte ich immer auch mit Menschen aus Italien zu tun. In Italien kommt der Kaffeekultur eine hohe Bedeutung zu und schon zu Zeiten der Equipe Nürnberger Versicherung amüsierte ich mich köstlich, wenn mein Kollege Roberto Rossi in belgischen Hotels in bestem Italienisch zu erklären versuchte, dass diese schwarze Brühe ganz sicher nicht den Namen "Café" verdient. Eine Tasse Kaffee war für ihn das, was in Deutschland eher als Espresso verstanden wird: frisch gebrüht an einer Siebträgermaschine mit ca. 19 Bar Druck und einer Temperatur um die 75 Grad. Auch beim Team Roth haben wir in unserem Team Bus eine Kaffeemaschine und ergänzend dazu ist unser italienischer Chef-Physis ein Meister in der mobilen Kaffee-Kunst, wenn er seine italienische Rüstung in seiner Kochkanne zubereitet. 

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